Eine Wohnung zu entrümpeln kostet vor allem so viel, wie an Menge tatsächlich rausmuss. Für eine normal möblierte Wohnung mit 40–80 m² liegt der Endpreis im Schnitt bei 1.509 €, typische Spanne 1.160–1.870 € (Basis: 1.034 über AWL Zentrum angenommene Aufträge, 2020–2026). Kleinere Wohnungen sind günstiger, stark vollgestellte oder Messie-Wohnungen deutlich teurer.
Dieser Ratgeber zeigt, was die Räumung nach Größe wirklich kostet, in welcher Reihenfolge Sie am besten vorgehen und was mit dem Hausrat passiert. Der rechtliche Teil ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung.
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Kostenrechner starten →Was kostet es, eine Wohnung zu entrümpeln?
Eine durchschnittliche Wohnung mit 40–80 m² kostet in der Entrümpelung im Schnitt 1.509 €, bei einer typischen Spanne von 1.160–1.870 € (1.034 angenommene AWL-Aufträge – die mit Abstand am besten belegte Größenklasse). Der Preis steigt mit der Fläche, weil jeder zusätzliche Raum mehr Volumen, Arbeitszeit und Entsorgungsgebühren bedeutet.
Die folgende Übersicht zeigt den durchschnittlichen Endpreis nach Wohnfläche – alle Werte für den Regelfall „normal möbliert” aus realen, über AWL Zentrum angenommenen Aufträgen:
| Wohnfläche | Ø Endpreis | Typische Spanne | Aufträge |
|---|---|---|---|
| bis 15 m² | 420 € | 310–510 € | 140 |
| 16–39 m² | 749 € | 530–970 € | 214 |
| 40–80 m² | 1.509 € | 1.160–1.870 € | 1.034 |
| 81–99 m² | 2.075 € | 1.830–2.300 € | 146 |
| 100–150 m² | 2.611 € | 2.290–3.050 € | 97 |
| über 150 m² | 4.056 € | 3.590–4.350 € | 33 |
Der zweite große Hebel neben der Fläche ist der Füll- und Verschmutzungsgrad. Eine stark möblierte Wohnung mit 40–80 m² kostet im Schnitt 1.941 € statt 1.509 € (313 Aufträge). Handelt es sich um einen Messie-Fall, springt der Wert auf durchschnittlich 3.238 € (2.340–4.510 €, 160 Aufträge) – mehr als das Doppelte. Das liegt am Sortier- und Reinigungsaufwand, an Schutzkleidung und an der höheren Restmüllquote, wenn kaum etwas verwertbar ist. Diskrete Sonderfälle behandelt der Ratgeber Messie-Wohnung entrümpeln.
Zum Einordnen: Eine reine Entrümpelung kostet bundesweit über alle Objektarten im Schnitt 1.635 € (620–2.920 €, 12.798 Aufträge, rund 32 €/m²). Eine typische Wohnung liegt also nah an diesem bundesweiten Mittel – ein Haus mit Keller, Dachboden und Garten liegt naturgemäß darüber, wie der Vergleich in Haus entrümpeln: Kosten nach Größe zeigt.
Wohnung entrümpeln oder Wohnungsauflösung – wo ist der Unterschied?
Eine Wohnungsentrümpelung ist das Befreien der Wohnung von Gerümpel und nicht mehr Gebrauchtem. Das kann ein einzelner überfüllter Raum sein oder die komplette Wohnung – oft, während das Mietverhältnis weiterläuft oder die Wohnung für Verkauf, Vermietung oder Renovierung freigeräumt wird.
Unter einer Wohnungsauflösung versteht man dagegen das vollständige Auflösen des Haushalts: die komplette Räumung plus die Abwicklung drumherum – Verwertung des Hausrats, Kündigung, Ummeldungen und die endgültige, besenreine Übergabe. Typische Anlässe sind ein Umzug, der Einzug ins Pflegeheim oder ein Erbfall.
Für den Preis ist die Grenze fließend, denn beide richten sich nach denselben Faktoren: Menge, Fläche, Etage, Zugang und Zustand. Ob im Angebot „Entrümpelung” oder „Auflösung” steht, ändert den Endpreis kaum – entscheidend ist, was tatsächlich raus muss. Einen Überblick über Leistung und Ablauf gibt die Seite Entrümpelung; wer die vollständige Auflösung samt Fristen und Kostenlogik plant, findet sie im Ratgeber Wohnungsauflösung: Kosten 2026.
Egal ob einzelner Raum oder komplette Wohnung – holen Sie sich mehrere Festpreise zum Vergleich.
Jetzt Angebote vergleichen →In welcher Reihenfolge entrümpelt man eine Wohnung?
Bewährt hat sich, mit den Nebenräumen zu beginnen und den Wohnbereich zuletzt zu räumen: erst Abstellkammer, Keller- oder Dachbodenabteil und Vorratsschränke, dann Küche und Bad, zum Schluss Wohn- und Schlafzimmer. So bleibt der Weg zur Wohnungstür frei und kein bereits geräumter Raum wird wieder zugestellt.
In dieser Reihenfolge bleibt auch eine volle Wohnung beherrschbar:
- Dokumente und Wertsachen zuerst sichern. Bevor irgendetwas bewegt wird, kommen Verträge, Urkunden, Schmuck und Fotos in eine getrennte Kiste. Was einmal im Container liegt, ist praktisch weg.
- Raum für Raum in drei Stapel sortieren: Behalten, Verkaufen/Spenden, Entsorgen. Diese Dreiteilung entscheidet später über den Preis, weil verwertbare Möbel angerechnet werden können.
- Sondermüll und Elektro trennen. Farben, Batterien, Lampen und Elektrogeräte gehören nicht in den normalen Sperrmüll, sondern zu Wertstoffhof oder Schadstoffsammlung – das ist auch gesetzlich vorgegeben (siehe unten).
- Sperrmüll bündeln. Möbel, Matratzen und Teppiche zusammenstellen und entweder zur kommunalen Abholung anmelden, selbst zum Wertstoffhof fahren oder abholen lassen. Kosten und Wege dazu stehen im Ratgeber Sperrmüll entsorgen: Kosten 2026.
- Kellerabteil nicht vergessen. Zur Wohnung gehört fast immer ein Kellerabteil, das sich gern eigenständig füllt – wie Sie es systematisch leeren, zeigt Keller entrümpeln in 7 Schritten.
Was passiert mit dem Hausrat aus der Wohnung?
Brauchbares wird verkauft, gespendet oder auf den Preis angerechnet, alles Übrige getrennt der Verwertung oder Entsorgung zugeführt – auf der Deponie landet also längst nicht alles. Wie viel dabei überhaupt zusammenkommt, zeigt die amtliche Statistik: Haus- und Sperrmüll aus der kommunalen Sammlung machen einen erheblichen Teil des Haushaltsabfalls aus.
„Die Menge dieser Abfälle lag im Jahr 2023 bei rund 15,2 Mio. t oder 179 kg pro Kopf.” — Umweltbundesamt, Abfälle privater Haushalte
Insgesamt fielen 2023 laut Umweltbundesamt 433 kg Haushaltsabfälle pro Kopf an. Ein guter Teil davon lässt sich vermeiden: Funktionsfähige Möbel finden über Kleinanzeigen, Verschenkeplattformen oder Sozialkaufhäuser oft schnell einen neuen Besitzer – und jedes weitergegebene Stück senkt die zu entsorgende Menge und damit den Preis.
Dass Verwertbares und Gefährliches getrennt werden, ist kein freiwilliger Service, sondern Pflicht. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz regelt die Überlassungspflicht: Abfälle aus privaten Haushalten sind dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen, soweit man sie nicht selbst auf dem eigenen Grundstück verwertet (§ 17 Abs. 1 KrWG). Wildes Abstellen im Hausflur oder an der Straße ohne angemeldeten Termin ist damit keine Option. Eine seriöse Firma weist die getrennte Entsorgung im Angebot aus – wo genau welche Fraktion hingehört, ordnet die Übersicht Was darf zum Recyclinghof?.
Genau hier liegt auch ein Sparhebel: Je mehr verwertbarer Hausrat vorhanden ist, desto eher lässt sich ein Teil über die Wertanrechnung gegenrechnen. Wie das funktioniert, erklärt Entrümpelung mit Wertanrechnung.
Selbst entrümpeln oder Firma beauftragen?
Bei einer kleinen, gut erreichbaren Wohnung mit eigenem Fahrzeug ist Selbermachen meist günstiger – Sie zahlen dann nur die Entsorgungsgebühren am Wertstoffhof. Sobald Etage, Menge oder Zeit zum Problem werden, gleicht sich der Kostenvorteil aus. Die folgende Tabelle stellt die drei realistischen Wege gegenüber:
| Weg | Kosten | Dauer | Aufwand | Wann sinnvoll |
|---|---|---|---|---|
| Selbst räumen | Transporter + Gebühren + Sprit | mehrere Tage | hoch, körperlich | wenig Volumen, Fahrzeug vorhanden, keine Frist |
| Firma beauftragen | Festpreis (Ø 1.509 € bei 40–80 m²) | halber bis ganzer Tag | gering | volle Wohnung, obere Etage, Zeitdruck |
| Kombination | reduzierter Festpreis | 1 Wochenende + halber Tag | mittel | Sie sortieren vor, Firma holt den Rest |
Für viele Wohnungsräumungen ist die Kombination der günstigste Weg: Sie sortieren selbst vor, verkaufen oder verschenken Verwertbares und lassen die Firma nur die sperrige Restmenge holen. Das senkt das abzurechnende Volumen – und damit den Festpreis.
Wenn Sie eine Firma beauftragen, holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen sie. Die Verbraucherzentrale rät im Kontext Umzug – auf jede beauftragte Räumung übertragbar –, sich „rechtzeitig … Angebote von mehreren Umzugsunternehmen” zu holen und darauf zu achten, dass alle vereinbarten Leistungen im schriftlichen Kostenvoranschlag stehen. Bevorzugen Sie einen echten Festpreis nach Besichtigung statt einer Abrechnung nach Stunden; woran Sie unseriöse Anbieter erkennen, fasst Unseriöse Entrümpler erkennen zusammen.
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Der Weg zum verlässlichen Preis ist kurz: Menge grob schätzen, Zustand ehrlich angeben, mehrere Angebote vergleichen. Wichtig ist eine Vor-Ort- oder Video-Besichtigung vor der Beauftragung – nur so wird aus dem Richtwert ein Festpreis, der später nicht „wegen Mehraufwand” nach oben korrigiert wird. Achten Sie im Angebot auf einen klar benannten Leistungsumfang (welche Räume, besenrein ja/nein), einen echten Festpreis statt Stundenlohn und die getrennte Ausweisung des Arbeitsanteils, falls Sie die Kosten für den selbst genutzten Haushalt steuerlich geltend machen wollen.
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