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Besenreine Übergabe: Was Mieter beim Auszug beachten müssen

Was bedeutet besenrein beim Auszug? Der Ratgeber erklärt die BGH-Rechtslage, gibt eine praktische Checkliste und zeigt Kostenfaktoren für Entrümpelung.

19. Juli 2026

Besenreine Übergabe: Was Mieter beim Auszug beachten müssen

Wer eine Wohnung zurückgibt, liest im Mietvertrag oft das Wort “besenrein”. Doch was genau bedeutet das - und wie weit reicht die Reinigungspflicht wirklich? Dieser Ratgeber ordnet die Rechtslage ein, gibt eine praktische Checkliste und erklärt, welche Faktoren die Kosten beeinflussen, wenn zusätzlich entrümpelt werden muss.

Was “besenrein” rechtlich bedeutet

Der Begriff sorgt regelmäßig für Diskussionen zwischen Mietern und Vermietern. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beschränkt sich die Verpflichtung zur besenreinen Rückgabe auf die Beseitigung grober Verschmutzungen. Das ist ein wichtiger Ausgangspunkt: “Besenrein” ist nicht gleichbedeutend mit einer aufwendigen Grundreinigung.

Wichtig ist stets ein Blick in den individuellen Mietvertrag, denn dort können ergänzende Vereinbarungen getroffen sein. Bei strittigen Einzelpunkten - etwa zu Fenstern oder Kalkspuren - ist es sinnvoll, diese frühzeitig und schriftlich mit dem Vermieter zu klären, statt sie auf den Übergabetag zu verschieben.

Praktische Checkliste für die Übergabe

Die folgenden Punkte sind praktische Empfehlungen, die eine reibungslose Übergabe erleichtern - nicht als allgemeine Rechtspflicht zu verstehen:

Ein sorgfältig ausgefülltes Übergabeprotokoll schafft für beide Seiten Klarheit über den Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt der Rückgabe.

Wenn zusätzlich entrümpelt werden muss

Manchmal reicht Reinigen nicht aus - etwa wenn Möbel, Sperrmüll oder viel Hausrat zurückbleiben, oder bei einer Wohnung, die über längere Zeit stark vollgestellt wurde. Dann kommt eine professionelle Entrümpelung ins Spiel, damit die Wohnung rechtzeitig besenrein übergeben werden kann.

Einen pauschalen Preis dafür gibt es nicht. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab:

Seriöse Anbieter erstellen ein Angebot auf Grundlage aussagekräftiger Fotos oder einer Besichtigung vor Ort - beides kann gleichwertig als Basis dienen. Achten Sie auf ein transparentes, schriftliches Angebot mit klaren Leistungen und darauf, dass die fachgerechte Entsorgung enthalten ist.

Fazit

“Besenrein” bedeutet zunächst die Beseitigung grober Verschmutzungen - nicht mehr und nicht weniger, sofern der Mietvertrag nichts anderes vorsieht. Wer die Wohnung leerräumt, groben Schmutz entfernt und ein Übergabeprotokoll erstellt, ist gut vorbereitet. Bleibt viel Hausrat zurück, hilft eine professionelle Entrümpelung - deren Preis sich am tatsächlichen Aufwand orientiert und deshalb individuell ermittelt werden sollte. Weitere Hintergründe zur Rechtslage bietet Bundesgerichtshof, Urteil vom 28.06.2006, VIII ZR 124/05.

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Häufige Fragen

Was bedeutet besenrein bei der Wohnungsübergabe?
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beschränkt sich die Verpflichtung zur besenreinen Rückgabe auf die Beseitigung grober Verschmutzungen. Eine Grundreinigung wie beim Einzug ist damit nicht automatisch gemeint.
Muss ich beim Auszug die Fenster putzen?
Das hängt vom Mietvertrag und vom Einzelfall ab. Rechtlich gedeckt ist nur die Aussage, dass besenrein die Beseitigung grober Verschmutzungen umfasst. Prüfen Sie Ihre konkreten vertraglichen Vereinbarungen und klären Sie strittige Punkte frühzeitig mit dem Vermieter.
Was kostet eine Entrümpelung vor der Übergabe?
Einen pauschalen Preis gibt es nicht. Die Kosten hängen unter anderem von Menge und Art des Hausrats, Demontagen, Elektrogeräten, Etage und Laufwegen sowie den regionalen Entsorgungsbedingungen ab. Ein Angebot auf Basis aussagekräftiger Fotos oder einer Besichtigung schafft Klarheit.

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